Geschlecht und Gewalt – was wissen wir?

Obwohl körperliche Gewalt schon seit jeher Bestandteil menschlicher Sozietäten ist, scheint es, als ob wir doch wenig wüssten über diese Art der menschlichen Auseinandersetzung. Das Böse, die Gewalt, die Zerstörung (eines anderen Menschen) fasziniert uns, wir möchten es verstehen, es in seiner Komplexität nachvollziehen, kurzum wir möchten es entmystifizieren. Und ihm so seine Macht über uns nehmen.

Dass Menschen andere töten, aus welchen Gründen auch immer, verstößt gegen einen fundamentalen Grundsatz unserer Gesellschaft. Der Frankfurter Soziologe Karl Otto Hondrich beschreibt, wie wir uns der Moralvorstellung unterwerfen, dass das Töten nicht Bestandteil unserer Gesellschaften sein kann und darf, dass in unserer Vorstellung der Grundsatz herrscht, dass jeder Mensch eine Daseinsberechtigung hat und wir in Frieden leben müssen.

Tatsächlich jedoch ist dieser Zustand bis heute nirgends auf der Welt erreicht. Konflikte gehören zu unserem Alltag, auf individueller Ebene wie auf makrostruktureller Ebene.

Der Aspekt des Geschlechts ist in diesen Zusammenhängen besonders interessant. Stephan Harbort spricht vom „Wesen weiblicher Tötungskriminalität“ und meint damit die Art und Weise, wie Frauen töten und aus welchen Gründen sie töten.

Im September dieses Jahres findet in Indiana die dritte jährliche

Crime, Media & Popular Culture Studies Conference

statt, zu welcher ich ein Abstract eingereicht habe. Mein Vortrag wurde angenommen und so spreche ich am 27.9. in Terre Haute in Indiana zum Thema „Weibliche Serientäter: Nicht profitabel für die Unterhaltungsindustrie?“. Hier finden Sie das Konferenzprogramm.